Imperiale Akademie der Arkanen Künste – Wien
In Wien existiert eine der wenigen offiziellen Einrichtungen zur Ausbildung magisch Begabter im Heiligen Römischen Reich: die Imperiale Akademie der Arkanen Künste. Sie dient nicht nur der Ausbildung von Magiern, sondern vor allem der Kontrolle magischer Fähigkeiten im Kaiserreich. Viele Absolventen treten später in den Dienst des Militärs oder der kaiserlichen Verwaltung.
Geschichte und Architektur
Die Akademie entstand im Umfeld der kaiserlichen Machtpolitik. Ihr Ziel war es, magische Begabungen früh zu erkennen, zu kontrollieren und für die Interessen des Reiches nutzbar zu machen.
Das Gebäude selbst ist ein ungewöhnlicher Komplex aus barocken Prunkbauten, älteren Klosteranlagen und unterirdischen Gewölben. Flure und Unterrichtsräume sind mit Artefakten, Büchern und Relikten aus den verschiedenen Provinzen des Reiches gefüllt. Viele dieser Stücke wurden im Laufe der Jahre beschlagnahmt oder aus anderen Ländern nach Wien gebracht.
Steinerne Statuen, Bannzeichen und magische Siegel sichern die wichtigsten Bereiche der Akademie.
Aufnahme und Ausbildung
Kinder mit magischer Begabung werden früh registriert. In vielen Regionen führen kaiserliche Beamte Listen über mögliche Talente. Diese werden häufig schon im Kindesalter überprüft.
Nach entsprechenden Tests entscheidet die Akademie, ob ein Kind zur Ausbildung nach Wien gebracht wird oder lediglich unter Beobachtung bleibt.
Die Ausbildung ist für Begabte kostenlos, steht jedoch unter strenger staatlicher Aufsicht. Magie wird als Dienst am Reich betrachtet.
Viele Schüler erlernen lediglich grundlegende Kontrolle über ihre Fähigkeiten und kehren danach in ihr ursprüngliches Leben zurück. Nur ein kleiner Teil bleibt dauerhaft an der Akademie.
Lehrplan
Der Unterricht folgt einem streng strukturierten Kurssystem. Zu den grundlegenden Fächern gehören:
- Disziplin und Kontrolle magischer Kräfte
- magische Ethik und Loyalität gegenüber dem Reich
- Grundlagen der Alchemie
- Elementarlehre
Fortgeschrittene Schüler können mit Empfehlung der Lehrmeister in höhere Studienkreise aufgenommen werden. Dort werden unter anderem folgende Disziplinen gelehrt:
- Ritualmagie
- Schattenmagie
- Kriegsmagie
- magische Strategien für militärische Einsätze
Der Zugang zu diesen Bereichen wird streng kontrolliert und liegt allein im Ermessen des Rektors und der Direktoren.
Disziplin und Kontrolle
Die Akademie unterliegt strengen Regeln. Viele Bereiche des Geländes werden durch magische Siegel überwacht. Regelverstöße werden schnell geahndet.
Ein eigenes Kontingent von Aufsehern – sogenannte Präfekten – sorgt für Ordnung innerhalb der Anlage. Sie verfügen über die Befugnis, bei Störungen unmittelbar einzugreifen.
Offiziell sind Gedankenkontrolle und Foltermagie innerhalb der Akademie verboten, doch die Atmosphäre bleibt von starkem Druck und Konkurrenz geprägt.
Leben innerhalb der Akademie
Der Alltag der Schüler folgt einem festen Rhythmus aus Unterricht, Übungen und Studium. Freizeit ist selten und meist auf kurze Aufenthalte im Innenhof oder in den Gemeinschaftsräumen beschränkt.
Trotz der strengen Struktur entstehen unter den Schülern Rivalitäten, aber auch heimliche Freundschaften und Bündnisse.
Das Zentrum der Akademie bildet ihre umfangreiche Bibliothek. In ihren Archiven befinden sich alte Manuskripte, kaiserliche Aufzeichnungen und verbotene okkulte Texte. Nicht jedes Buch ist für jeden Schüler zugänglich.
Gerüchte sprechen zudem von vergessenen Gewölben unter der Akademie. Dort sollen Relikte früher magischer Kriege und gefährliche Experimente verborgen liegen.
Abschluss und Dienst
Am Ende ihrer Ausbildung erhalten Absolventen eine Bewertung, die ihre Fähigkeiten und ihre mögliche Verwendung im Dienst des Kaiserreichs bestimmt.
Viele werden als Kampfmagier in militärischen Einheiten eingesetzt. Andere arbeiten als Boten, Spione, Berater oder Wächter wichtiger Persönlichkeiten.
Einige wenige verlassen jedoch den offiziellen Dienst – freiwillig oder unfreiwillig – und verschwinden aus den Aufzeichnungen der Akademie.
