
Waffen
Im Jahr 1629 befinden sich die Armeen Europas im Wandel. Feuerwaffen verdrängen Schwert und Bogen zunehmend vom Schlachtfeld, doch Blankwaffen bleiben fester Bestandteil des Alltags. Welche Waffe jemand trägt, hängt meist von seinem Stand, seinem Beruf und seinem Vermögen ab.
Blankwaffen
- Degen – Die bevorzugte Waffe von Adeligen, Offizieren und wohlhabenden Bürgern. Leicht, elegant und besonders für Duelle geeignet.
- Rapier – Länger und schmaler als ein Degen. Vor allem für präzise Stöße entwickelt und unter Adeligen weit verbreitet.
- Säbel – Vor allem bei Reitern sowie in den östlichen Teilen Europas verbreitet.
- Dolch – Gehört zur Grundausstattung vieler Menschen und dient sowohl als Werkzeug als auch zur Selbstverteidigung.
- Streitkolben und Kriegshammer – Schwere Waffen gegen gepanzerte Gegner.
Stangenwaffen
- Pike – Die wichtigste Waffe der Infanterie gegen Kavallerie.
- Hellebarde – Bewaffnung vieler Stadtwachen, Burggarden und Leibgarden.
- Partisane – Vor allem von Ehrengarden und Offizieren getragen.
- Spieß – Eine einfache Waffe, wie sie Milizen oder Bauernaufgebote verwenden.
Feuerwaffen
- Muskete – Die Standardwaffe der kaiserlichen Infanterie. Langsam nachzuladen, aber äußerst wirkungsvoll.
- Arkebuse – Eine leichtere Feuerwaffe, die vor allem von beweglichen Truppen genutzt wird.
- Radschlosspistole – Beliebt bei Reitern, Offizieren und wohlhabenden Adeligen.
- Steinschlosspistole – Noch selten, aber technisch fortschrittlicher als ältere Modelle.
Fernwaffen
- Armbrust – Wird vor allem von Jägern, Wachen oder einzelnen Bürgern genutzt.
- Jagdbogen – Dient hauptsächlich der Jagd. Als Kriegswaffe spielt der Bogen in Mitteleuropa kaum noch eine Rolle.
- Wurfspeer – Regional verbreitet, aber auf den Schlachtfeldern nur noch selten anzutreffen.
Werkzeuge als Waffen
Nicht jeder besitzt eine richtige Waffe. Gerade Bauern, Handwerker oder Bürger greifen im Ernstfall häufig zu Werkzeugen des Alltags.
- Holzknüppel oder Knüppel
- Heugabel und Dreschflegel
- Beil oder Axt
- Schmiedehammer
- Küchen- und Arbeitsmesser
- Steine oder andere improvisierte Gegenstände
Magische Waffen
Echte magische Waffen sind außerordentlich selten. Die meisten Kampfmagier verlassen sich auf ihre eigenen Fähigkeiten und führen gewöhnliche Waffen zur Selbstverteidigung.
- Runenklingen – Mit alten Schutzzeichen versehene Schwerter.
- Geweihte Waffen – Von der Kirche gesegnete Klingen gegen dämonische Kreaturen.
- Ritualdolche – Werkzeuge für magische oder religiöse Zeremonien.
- Reliktwaffen – Legendäre Artefakte aus vergangenen Jahrhunderten, deren Herkunft oft unbekannt ist.
Bedeutung für das Rollenspiel
Die Bewaffnung eines Charakters sollte zu Herkunft, Beruf und gesellschaftlichem Stand passen. Ein Bauer trägt selten einen kostbaren Rapier, während ein Adliger kaum mit einer Heugabel durch Prag läuft. Magische Waffen gelten als außergewöhnliche Artefakte und sollten nur nach Absprache mit der Spielleitung verwendet werden.
