
Kleidung und Stand
Im Jahr 1629 verrät Kleidung weit mehr als nur den persönlichen Geschmack. Sie zeigt Herkunft, Wohlstand, Beruf und gesellschaftlichen Rang. Schon auf den ersten Blick lässt sich oft erkennen, ob jemand dem Adel angehört, ein wohlhabender Bürger ist oder seinen Lebensunterhalt als Handwerker oder Tagelöhner verdient.
Der Adel
Adlige tragen Kleidung aus hochwertigen Stoffen wie Samt, Seide oder Brokat. Mäntel mit Pelzbesatz, kunstvolle Stickereien und feine Spitze unterstreichen ihren gesellschaftlichen Rang. Männer tragen häufig Wämser, Kniehosen, hohe Stiefel und breite Hüte mit Federn. Frauen erscheinen in aufwendig gearbeiteten Kleidern mit Korsage, langen Röcken und kostbarem Schmuck.
Je höher der Rang einer Familie, desto prunkvoller fällt ihre Kleidung aus. Gold- und Silberstickereien sowie kostbare Edelsteine sind sichtbare Zeichen von Reichtum und Macht.
Bürger und Kaufleute
Wohlhabende Bürger kleiden sich gepflegt und modisch, jedoch deutlich schlichter als der Adel. Wolle, Leinen und vereinzelt Seide bestimmen ihre Garderobe. Farben und Schnitte orientieren sich häufig an der höfischen Mode, bleiben jedoch zurückhaltender.
Kaufleute, Ärzte oder Juristen legen großen Wert auf ein ordentliches Erscheinungsbild, das ihren gesellschaftlichen Status unterstreicht.
Handwerker und Bauern
Für die meisten Menschen steht Funktionalität im Vordergrund. Kleidung besteht überwiegend aus Leinen oder grober Wolle und wird oft über viele Jahre getragen und mehrfach geflickt.
Schürzen, Arbeitsgürtel und robuste Schuhe gehören ebenso zum Alltag wie wetterfeste Mäntel und einfache Kopfbedeckungen.
Soldaten
Die Kleidung eines Soldaten richtet sich nach seiner Truppengattung und seinen finanziellen Möglichkeiten. Einheitliche Uniformen existieren noch nicht. Viele tragen ihre zivile Kleidung unter Brustpanzer oder Lederwams, ergänzt durch Stiefel, Handschuhe und Waffenrüstung.
Offiziere unterscheiden sich häufig durch hochwertigere Stoffe, Schärpen oder reich verzierte Waffen.
Geistliche
Priester, Mönche und Nonnen tragen ihrer Ordensgemeinschaft entsprechende Gewänder. Schlichte Schnitte und dunkle Farben prägen ihr Erscheinungsbild und spiegeln ihre religiöse Lebensweise wider.
Magier
Kaiserliche Magier tragen meist hochwertige, aber praktische Kleidung. Roben werden vor allem innerhalb der Akademie oder bei offiziellen Zeremonien getragen. Im Alltag bevorzugen viele Magier Mäntel, Wämser oder Reisekleidung, die ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.
Hexen, Heiler oder andere nicht akademisch ausgebildete Magiebegabte kleiden sich meist entsprechend ihres sozialen Standes. Von außen sind sie kaum von gewöhnlichen Menschen zu unterscheiden.
Farben und Schmuck
Farben besitzen häufig gesellschaftliche Bedeutung. Kräftige Rot-, Blau- oder Grüntöne sind teuer und daher vor allem bei wohlhabenden Familien zu finden. Schmuck, Pelze und aufwendige Stickereien dienen als sichtbare Zeichen von Reichtum.
Die Mehrheit der Bevölkerung trägt dagegen ungefärbte oder gedeckte Stoffe in Braun-, Grau- und Naturtönen.
Spielhinweis
Historische Genauigkeit ist willkommen, steht jedoch nicht über dem Spielspaß. Orientiert euch an der Mode des frühen 17. Jahrhunderts. Kleine Abweichungen sind völlig in Ordnung, solange die Kleidung glaubwürdig in die Welt von Trial by Fire passt.
